Mama, ich bin in Berlin

 

"Berlin soll so cool sein." Das wollen immer mehr Touristen aus der ganzen Welt jedes Jahr selbst erleben, wie die reiselustigen Münchnerinnen Melanie, Ines und Caroline (15 und 17 Jahre alt). 
Jüngst wurde der deutschen Hauptstadt sogar eine Fernsehserie gewidmet. „Berlin. Tag und Nacht“ zeigt den Lifestyle der Metropole. Auch im Internet gibt es inzwischen Szene-Tipps für junge Besucher. In den Sommerferien machten sich die drei Mädchen selbst ein Bild von der deutschen Hauptstadt.
Ankunft am neuen Berliner Hauptbahnhof, der sie mit seinem Glasdach bereits schwer beeindruckte. Sie machten sich auf den Weg zur Jugendherberge international und bezogen ein freundliches Zimmer mit eigenem Bad.  
Nach einer kurzen Pause zum Auspacken ging es gleich los mit dem Bus 100 um die Ecke, der eine bequeme Besichtigung der Hauptsehenswürdigkeiten ermöglicht. Eine der ersten Stationen war das Regierungsviertel. Leider war die Kanzlerin auch im Urlaub. Sonst hätten die Drei ihr meinen Wunsch zurufen können: „Geben Sie unsere Milliarden doch lieber den Müttern, statt untauglichen Bankern.“     
An Berlin entdeckten die Mädchen gleich am ersten Tag viel mehr Außergewöhnliches als den bekannten Reichstag und das Brandenburger Tor. Die Stadt mit dem Bären im Wappen hat mehr Wasserstrassen als Venedig oder Amsterdam und den dritthöchsten Fernsehturm der Welt (368 m). Klar, dass Berlin auch zu Wasser und aus der Vogelperspektive schön zu betrachten ist.
 
Ganz zeitgemäß ist eine Tour durch Berlin mit dem Fahrrad. Die Bike-Liebhaber können inzwischen Führungen mit dem Rad erleben. Diese Möglichkeit macht Spaß und schont die Füße.
Unsere Entdeckerinnen lieben aber auch die U-Bahn, mit der sie ihre Fahrziele gut erreichten.  
Der schönste Platz war für sie der Gendarmenmarkt mit dem beliebten Konzerthaus, der nach dem Vorbild der römischen Piazza del Popolo angelegt wurde.
Sehr aufschlussreich fanden sie auch die East Side Gallery an der Mühlenstrasse und die Mauerkunst. Sie erinnert daran, dass Berlin bis 1989 eine geteilte Stadt war. Die Reste der 3,60 Meter hohen und ehemals 155 km langen Mauer wurden vom Todesstreifen in ein Kunstwerk verwandelt. Ebenso interessant fanden sie den „Checkpoint Charlie“, der frühere Grenzübergang der Alliierten, und das neue Holocaust Mahnmal. Das 19.000 Quadratmeter große Gelände zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz wurde mit 2711 ungleich großen Betonblöcken gestaltet. Ein trostloser Ort, der nachdenklich stimmt (Eintritt frei). 
Klar, auch Shopping war angesagt. Besonders fündig wurden die Drei auf Trödelmärkten, die am Sonntag bei herrlichem Sonnenschein perfekt für eine ausgiebige Schnäppchenjagd waren.
Auch „Dunkin Donuts“ empfehlen sie wärmstens. Der abendliche Hunger wurde in angesagten Restaurants, zum Beispiel mit persischer Küche, gestillt. Chillen ließ es sich in einer Strandbar an der Spree.  
Von Berlin aus bietet sich ein Ausflug an die Ostsee an, die je nach Verbindung in etwa eineinhalb Stunden erreichbar ist. Damit keine Zeit verloren ging, nahmen unsere Mädchen die City Night Line der Bahn und kamen gut ausgeschlafen und voller Eindrücke vom tollen Berliner Flair morgens in München wieder an.

UF, Fotos: CF