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Kröten-Schätze in der Höhle der Löwin

Schon im Jahre 1998 wurde ein mit dunkelroten Punkten bemalter Stein aus der Altsteinzeit in der Karsthöhle „Hohle Fels“ in der Schwäbischen Alb gefunden. Bis 2010 kamen weitere Funde hinzu – ein Rätsel für die Archäologen. Durch ihren Hintergrund der Erforschung vorpatriarchaler Frauen-geschichte gelang es Gabriele Uhlmann jetzt, erstmals das Geheimnis der Steine zu entschlüsseln und sie mit einem Krötenkult in Verbindung zu bringen.
 
Im zeitigen Frühjahr verlassen die Erdkröten massenweise ihren angestammten Lebensraum, die Wiesen, Laubwälder und Hecken, und machen sich auf den Weg zu einem ruhigen Gewässer in der Nähe. Auf dem Rücken tragen sie meist eine kleinere Kröte mit sich. Die kleineren Kröten geben manchmal ük-Laute von sich, besonders dann, wenn sich eine andere kleinere Kröte irrtümlich an ihnen festklammert. Dann gibt es schon mal eine kleine Rangelei. Es ist das Männchen, das sich mit aller Kraft an das Weibchen klammern muss, es ist daher auch das kleinere Geschlecht. Kaum bekannt ist, dass es mehr Männchen als Weibchen gibt, und sie sich daher gegen jede männliche Konkurrenz durchsetzen müssen.
 
Während das Weibchen also samt männlichem Gepäck um Pflanzen-stängel herumschwimmt, wickelt es lange Doppelschnüre aus durchsichtiger Gallertmasse darum, die es aus ihrem Hinterteil presst. Darin sind in Reih und Glied schwarze Kügelchen eingebettet, das Ganze sieht wie doppelreihige Perlenketten aus. Es handelt sich um die Eier, den Laich, aus dem später wie auch bei den Fröschen Kaulquappen schlüpfen werden. Während das Weibchen den Laich befestigt, formt das Männchen mit den Hinterbeinen eine Art Trichter und entlässt sein Sperma ins Wasser, welches sogleich mit den Eiern in Kontakt gerät. Von der Zeugung ist daher außer vielleicht etwas Eintrübung nicht viel zu sehen. Nach dem Laichen lässt das Männchen seine Trägerin los und beide verlassen das Gewässer wieder in Richtung der trockenen Gefilde. Im Winter graben sie sich in die Erde ein, bevor sich das Ganze wiederholt, sollte kein weiterer Frühling à la 2013 dazwischen kommen. In diesem Fall bildet sich die sogenannte Eianlage im Leib des Weibchens zurück und die Kröten, die übrigens 10 Jahre alt werden können, müssen es im nächsten Jahr wieder probieren.
 
Kröten versuchen zum Laichen ihr Geburtsgewässer zu erreichen. Das komische Schauspiel vollzieht sich seit Jahrhunderttausenden immer auf die gleiche Weise. Wie schon immer und überall in der Tierwelt wählt das Weibchen (female choice), das Männchen muss sich anstrengen aufzufallen und in diesem Fall nicht abzufallen. Ein Mensch, der einen anderen Erwachsenen tragen muss, kommt im Alltag zum Glück nicht so oft vor, höchstens in Notsituationen oder in Märchen, in denen ein Buckelgeist oder Aufhocker, also ein Untoter oder Wiedergänger seinem Träger das Leben schwer macht. Frauen tragen, wenn überhaupt einen anderen Menschen, dann ein Kind, das noch zu klein zum Laufen ist, das müde geworden ist oder sich ängstigt. Im Patriarchat Europas trägt der Bräutigam seine Braut über die Schwelle, weil angeblich böse Geister dort lauern, die dem Paar schaden. Wahrscheinlich aber ist darin der Gewaltakt ritualisiert, der Frauen einst in die Patrilokalität zwang.
 
Die Erdkröte braucht vor bösen Geistern keine Angst zu haben, sie gilt im Aberglauben selbst als böser Geist und als Begleittier der Hexen. Sie ist daher auch Zutat von Hexentrunk und Hexensalbe und bringt angeblich Unglück. Manchmal erscheint sie patriarchalisiert in Gestalt des Froschkönigs, als verzauberter Prinz, der am Ende die Prinzessin über die Türschwelle trägt. Dass die Menschen vor Kröten Angst hatten, ist schon eine Weile her. Schilder mit der Aufschrift „Achtung Krötenwanderung!“ weisen darauf hin, dass auf den uralten Krötenwegen plötzlich eine Autostraße verläuft. Die armen Kröten kommen entweder unter die Räder, oder sie sterben vor Schreck. Ihre einzige Rettung ist, die Geschwindigkeit unter 30 km/h zu drosseln und sie zu umfahren.
 
Erdkröten sind über fast ganz Europa verbreitet. Der Mensch hat sich schon in der Eiszeit für die sonderbaren Tiere interessiert, war er doch immer sehr neugierig und auf der Suche nach Essbarem. Aber Kröten schmecken nicht. Bei Gefahr sondern sie aus den Hautdrüsen ein Gift ab, das lähmend wirkt und den Blutdruck erhöht. Sogar Hormone wie Dopamin und Adrenalin finden sich in der Drüsenflüssigkeit, die richtig dosiert als Medizin wirksam eingesetzt werden kann. Den Menschen der Altsteinzeit blieb anfangs nur, den Kröten bei ihrem sonderbaren Tun zuzuschauen und die Fische zu fangen, die sich von den Kaulquappen ernährten. Dass das Krötenweibchen ein Männchen auf dem Rücken trägt, wissen wir heute aufgrund biologischer Forschung, was aber mögen wohl die Menschen der Altsteinzeit, die ohne Wissenschaft, Schulbildung und Umwelterziehung auskamen, beim Anblick dieses Schauspiels gedacht haben?
 
Perlenschnüre im Teich
Die Krötenwanderung war sicherlich schon damals Anlass zu großer Freude, denn nun war endlich Frühling. Als sichtbares Zeichen hinterließen die Erdkröten ihre doppelreihigen Perlenschnüre - andere Amphibienarten haben einreihige Laichschnüre oder Laichklumpen - aus denen bald das Leben quoll. Aus eigenem Erleben war nur bekannt, dass Frauen ein Kind tragen und die Männer größer sind als die Frauen. Vom männlichen Beitrag bei der Entstehung neuen Lebens wussten sie aber noch nichts. Kein Kind, nicht mal die Mutter wusste, dass es einen Mann gibt, der der leibliche Vater ist. Kein Mann konnte sich einer Frau nähern ohne deren Zustimmung, hatte sie doch auch den Rückhalt ihrer matrifokalen Sippe. Vor der gewaltsamen Durchsetzung des Patriarchats war die female choice auch bei den Menschen Naturgesetz.
 
Die Menschen der Altsteinzeit werden deshalb die kleinere Kröte auf dem Rücken der größeren für ein Kind gehalten haben, welches von seiner Mutter zum Wasser mitgenommen wird, so wie es auch Menschenmütter tun. Auch dass die Kaulquappen die Kinder der Kröten sind, war nicht gleich erkennbar. Sichtbar war nur, dass die Krötenmutter das Leben an sich in den Teich brachte, denn mit den Kaulquappen kamen auch die großen Fische.
 
Frühere Sichtweisen der Biologie
Wem diese Vermutung absurd erscheint, dem möchte ich die urkomische Geschichte der Naturkunde ans Herz legen: Der griechische Dichter Homer z.B. glaubte tatsächlich, dass Menschen aus dem Boden wachsen. Seit Aristoteles (384-322 v.u.Z.) war man fest von der generatio spontanea, der Spontanzeugung überzeugt, aus der seiner Meinung nach die „niederen“ Lebewesen hervorgehen sollten. Der belgische Universalgelehrte Johan Baptista van Helmont (1580-1644) schlug als Rezept zur Erzeugung von Mäusen vor, ein schmutziges Hemd zusammen mit Weizenkörnern in ein Gefäß zu schließen. Das müffelnde Hemd würde seinen Geruch an den Weizen abgeben, der sich dann in Mäuse verwandeln würde. Ein weiteres seiner Experimente, mit denen er Aristoteles’ Behauptung zu beweisen suchte, beschrieb er wie folgt: “Daß alle Pflanzen unmittelbar und substantiell vom Element Wasser abstammen, erfuhr ich aus folgendem Experiment: Ich nahm ein irdenes Gefäß und schüttete zweihundert Pfund Erde hinein, die ich zuvor in einem Ofen getrocknet hatte. Ich wässerte sie mit Regenwasser und pflanzte ein Weidenbäumchen ein, das fünf Pfund wog. Fünf Jahre später hatte sich daraus ein Baum entwickelt, der hundertneunundsechzig Pfund und etwa drei Unzen wog. Nur Regen (oder destilliertes Wasser) wur­de hinzugefügt. Das große Gefäß wurde in Erde eingelassen und oben mit einer verzinkten Eisenplatte abgedeckt in der viele kleine Löcher waren. Ich habe das Gewicht der Blätter, die in den vier Herbstzeiten abfielen, nicht gewogen. Schließlich trocknete ich die Erde in dem Gefäß wieder und fand in etwa dieselben zweihundert Pfund vor allerdings zwei Unzen weniger. Also entwickelten sich hundertvierundsechzig Pfund Holz, Äste und Wurzeln, allein aus Wasser.“ (van Helmont 1648, nach Brock 1997) Erst William Harveys (1578-1667) Schlagwort „Omne animal ex ovo“ (lat. „Alle Tiere aus dem Ei“) aus dem Jahre 1651 führte an des Rätsels Lösung näher heran. Der italienische Arzt Francesco Redi (1626–1697) wies mit der ersten korrekten Versuchsanordnung der Geschichte nach, dass sich aus Fleisch unter Luftabschluss keine Maden entwickeln. Der französische Chemiker Louis Pasteur (1822-1895) sprach mit seinem Satz „Omne vivum e vivo“ (lat. „Alles Lebende entsteht aus Lebendem“) im Jahre 1864 aus, was bis heute Stand der Wissenschaft ist und dem gesunden Menschenverstand entspricht. Bis in die Neuzeit erzählte man aber den Kindern, dass sie der Storch gebracht habe. Teiche und Brunnen galten im Volksglauben als Ursprung des Lebens, daher sind die Märchen der Welt voll davon. Im Deutschen heißt der Brunnen auch Born, ein Wort, das im Englischen „geboren“ bedeutet. Im Zaubermärchen „Dornröschen“ beispielsweise badet die Königin in einem Teich und wird von einem Frosch (bzw. Krebs in der 1. Fassung) darüber informiert, dass sie bald eine Tochter bekäme. Von vielen Brunnen wird erzählt, dass ihr Wasser schwanger macht, manchmal reicht es schon, wenn sich ein Mädchen dem Brunnen nähert. Die Liste solcher Vorstellungen und Sagen ist lang. Männer werden bekanntermaßen nicht schwanger, auch wenn sie sich ins Wasser stellen. Im Mythos wird der Jüngling Narziss bestraft, weil er ein Tabu bricht, das mit dem Wasser und dem Mysterium des Lebens zu tun hat. Er verliebt sich in sein Spiegelbild im Teich und muss - je nach Version - sterben oder auf ewig eine unerfüllte Liebe zu sich selbst erleiden. Die Frau und ihre Gebärfähigkeit war für Männer nicht nur ein Rätsel, sondern es entwickelte sich mit der Patriarchalisierung der verhängnisvolle Gebärneid, der mit neuen Mythen, in denen ein männlicher Gott die Menschen mit sich selbst zeugt und der Schatz aus der Höhle des Drachen geraubt wird, kompensiert wurde. Die alten Überlieferungen konnten sie aber nicht tilgen.

Verehrung der Kröte
Auch die steinzeitlichen Frauen nahmen höchst wahrscheinlich an, dass sie ihre Kinder von der Kröte aus dem Wasser bekamen. Sie wurde dafür verehrt: Statuetten von Krötengöttinnen (oder Froschgöttinnen, wie die Archäologin Marija Gimbutas sie sah), halb Mensch halb Tier, sind aus den neolithischen Kulturen Anatoliens und aus Alt Europa gut bekannt. Die Kröte findet sich auch auf bemalter Keramik, die in Gräbern gefunden wurde, z.B. aus der Hinkelsteinkultur (ca. 5000-4800 v.u.Z.), einer Nachfolgekultur der Bandkeramik. Hier wird sie von der herrschenden Lehre als „Adorant“, als Anbeter, gedeutet.

In den Höhlen mit Spuren menschlicher Aktivität in der Altsteinzeit wurden weibliche Darstellungen gefunden, Statuetten und Reliefs von Frauen und Vulven. So vollständig sie auch zum Zeitpunkt des Fundes sein mochten, den Statuetten fehlen immer die Füße. Jede ist perspektivisch verzerrt dargestellt und gleicht fast immer dem Spiegelbild, das eine Frau von sich im Wasser erblickt. Es fällt auf, dass Höhlen mit Kultbildern sich immer nah am Wasser befinden oder ein Bach sie durchfließt. Sie weisen immer eine besondere, Vulva-förmige Öffnung auf. Auch die Karsthöhle „Hohle Fels“ in der Schwäbischen Alb erfüllt alle Bedingungen, die eine Kulthöhle ausmachen. Sie befindet sich in einer schroffen Felswand unweit des Flüsschens Ach, welches durch das Tal der eiszeitlichen Urdonau fließt. Seit Jahrzehntausenden bietet das Feuchtgebiet der Erdkröte Lebensraum. Die bekannten Warnschilder sind zur Zeit der Krötenwanderung an der vorbeiführenden Bundesstraße 492 bei Schelklingen aufgestellt. Müsste nicht auch in der Höhle irgendetwas zu finden sein, was mit der Kröte zu tun hat?

Im Jahre 2008 wurde hier eine weibliche Statuette (35.000 bis 40.000 Jahre alt) gefunden und als die älteste „Venusfigurine“, als „Venus vom Hohle Fels“, gefeiert. Sie stellt unverkennbar ein weibliches Wesen dar, ist aber weit weniger naturalistisch dargestellt als jüngere Statuetten der Altsteinzeit. Sie ist so eigenartig, dass sie schon mit Spott überhäuft wurde, nicht ohne, dass es im Jahre 2010 zu einem Aufschrei unter Forscherinnen und anderen interessierten Menschen kam, die den nötigen Respekt und die Bezeichnung „Urmutter“ einforderten (Wir berichteten.).

Rätsel um die Funde in den Kulthöhlen der Altsteinzeit
Schon im Jahre 1998 wurde in der Höhle ein mit braunen Punkten bemalter bzw. möglicherweise mit den Fingerspitzen bestempelter Kalkstein gefunden. Eine Deutung lieferten die Archäologen nicht mit, bemerkten aber, dass schon im Jahre 1912 in der sogenannten Oberen Klausenhöhle bei Neuessing im Altmühltal/Bayern ein Stein gefunden wurde, der mit braunen Punkten bemalt ist, die dem Fund von 1998 derart ähneln, dass man meinen könnte, dass alle Steine von derselben Person bearbeitet wurden, aber jedenfalls aus der gleichen Tradition stammen müssen. Tatsächlich wurde im Hohle Fels auch bayerischer Plattenhornstein gefunden, was auf eine kulturelle Fernbeziehung zwischen Achtal und Altmühltal nahe legt. Auch dies ist eine wissenschaftliche Sensation, deren Dimension aber noch nicht ausreichend gewürdigt wurde.
 
2008 bis 2010 wurden im Hohle Fels vier weitere Steine gefunden, die ebenfalls mit solchen Punkten bemalt waren. Die Punkte werden nun als die früheste Höhlenmalerei Deutschlands (ca. 15.000 Jahre alt) gefeiert, weil sie aufgrund der sorgfältigen Arbeit endlich sicher datiert werden können. Chefausgräber Prof. Nicholas Conard forderte über die Zeitschrift „Archäologie in Deutschland“ (1/2012, S. 5) dazu auf, „natürlich ganz spekulative“ Interpretationen zu liefern, hätten sie doch „keine Ahnung“, was die Punkte bedeuten. Es könne sich aber vielleicht um die „Buchhaltung erlegter Tiere“ oder um einen „Kalender“ handeln. Prof. Harald Floss, Kollege Conards, sagte in einem Interview der Welt-online: “Aber es gibt auch Deutungen, wonach die Punkte Wege bemessen haben, die Gruppenidentität unterstreichen oder man mit ihnen etwas gezählt hat, vielleicht sogar im astronomischen Sinne. Die Rede war sogar von einem Menstruationskalender. Ich halte diese Deutungen derzeit für spekulativ bis abstrus...“ Dieser Kommentar ist typisch für viele Äußerungen zu altsteinzeitlichen Artefakten. Einerseits tut man so, als suche man fieberhaft nach des Rätsels Lösung, anderseits wird ausnahmslos alles abgetan und besonders dasjenige als „abstrus“ abgestempelt, was die Objekte in weiblich-spirituellen Zusammenhang stellt. Ist gerade diese Deutung äußerst plausibel und auch gefährlich? Floss hält sich lieber zurück: „Sie mögen mich für hasenfüßig halten, aber ich will nicht wild mutmaßen.“ Dabei ist es geblieben, eine offizielle Interpretation wurde bis dato nicht vorgelegt.
 
Auch ich möchte mich der Deutung als Menstruationskalender nicht anschließen, wenngleich ich sie nicht für „abstrus“ halte. Bisher wurden rote Punkte u. a. auch als Blutstropfen bzw. Menstruationsblut gedeutet. Zwar sind auf den Steinen von 1912 (Obere Klausenhöhle) und 1998 (Hohle Fels) zwei mal 7 Punkte in 3 bzw. 2 Gruppen angeordnet, die als Wochen deutbar wären und im Fall von 1998 sogar Vulva-förmig angeordnet sind, zufriedenstellend ist das aber nicht. Die vier später gefundenen Steine weisen nämlich deutlich mehr Punkte auf, die zudem auch nicht vollständig sind, da die Zeichnungen an den Abbruchkanten enden. Die Zahl 13 für die 13 Mondzyklen eines Jahres und auch die Zahl 28, die ein ordentlicher Menstruationskalender aufweisen müsste, sind auf diesen Steinen nicht zu finden.
 
Drei weitere Objekte aus dem Hohle Fels sind bemalt, aber leider ebenfalls unvollständig. Ein Stein ist teilweise flächig schwarz bemalt und dort mit parallelen Linen graviert. Ein anderer Stein trägt drei rote parallele Bänder. Auf einem Knochenfragment sind zwei Felder mit roten Tupfen bedeckt. Besonders zu erwähnen seien auch eine Flöte aus dem Flügelknochen eines Gänsegeiers und die Figur eines Wasservogels, die ebenfalls im Hohle Fels gefunden wurden. Diese älteste Vogeldarstellung der Welt aus Mammutelfenbein ist ca. 33.000 Jahre alt, also jünger aus die Urmutterstatuette, aber älter als die bemalten Steine.
 
Die altsteinzeitlichen Punktreihen entschlüsselt
Gerade bei den altsteinzeitlichen Funden ist zu beobachten, dass sie aus dem archäologischen Zusammenhang gerissen werden, was ihre Deutung unnötig erschwert. Nach der Zusammenschau des Fundkontextes, der geographischen und biologischen Gegebenheiten mit kulturellen Indizien interpretiere ich die doppelten Punktreihen auf altsteinzeitlichen Funden als Laichschnüre der Erdkröte, Punktfelder als Laich anderer Krötenarten oder von Fröschen. Den Steinen aus dem Hohle Fels könnte damit in der Vorstellung die lebenbringende Kraft der Erdkröte innegewohnt haben. In der Höhle deponiert, stellvertretend für die Laichschnüre könnte ihnen die Aufgabe zugekommen sein, für die Wiedergeburt aus dem Schoß von Mutter Erde zu sorgen. Jedenfalls fiele damit auch ein anderes Licht auf die Urmutterstatuette vom Hohle Fels, die jetzt als Chimäre aus Frau und Kröte gesehen werden kann. Lege ich meine Replik der Statuette mit der Bauchseite auf den Tisch, hockt vor mir eine Kröte. Zwar fehlt ihr der Kopf, aber eine ansehnliche Mischung aus Kröten- und Menschenkopf herzustellen, ist ein Ding der Unmöglichkeit, träten doch die vorgewölbten, großen Augen der Kröte mit den Brüsten in optische Konkurrenz. Also befindet sich an dieser Stelle nur die kleine Öse. Jetzt ist auch klar, warum die Brüste unnatürlich nach oben gerichtet zu sein scheinen: sie sind in dieser Lesart natürlicherweise nach vorne gewölbt.

Chimären sind bis heute in allen Kulturen als mythische Wesen bekannt und sind schamanistische Tradition. Aus dem „Stadel“ der Bärenhöhle/Schwäbische Alb (Hohlenstein-Komplex) stammt der berühmte Löwenmensch. In der „kleinen Scheuer“ der gleichen Höhle wurde ebenfalls ein mit doppelten Reihen aus Dutzenden von Punkten bemalter Geröllstein entdeckt. Auch hier ist der Fluss, die Lone, nur wenige Schritte entfernt, und die Höhle ist damit für den Krötenkult prädestiniert. Im Hohle Fels wurde eine ähnliche Chimäre gefunden, die etwa gleich alt ist (ca. 32.000 Jahre). Auch im 3 km entfernten Geißenklösterle, einer Höhle, die wie der Hohle Fels über dem Achtal gelegen ist, wurde eine Chimäre gefunden, die als Löwenmensch gesehen werden kann. Eine weitere dort gefundene Darstellung auf einem 3,8 x 1,4 cm großen Elfenbeinplättchen (siehe Abb. links), die als offiziell „Adorant“ interpretiert wird, könnte genauso gut eine Chimäre aus Mensch, Löwe und Kröte, und mit ca. 42.000 – 43.000 Jahren also die älteste Urmutterstatuette der Welt sein. Das besondere an dieser Figur ist, dass auf ihrer Rückseite flächendeckend zwei Doppelreihen Punkte eingekerbt sind. Auch eine Knochenflöte aus Mammutelfenbein, deren Töne das Gezwitscher der Vögel im Frühling zu imitieren vermochten, weist auf eine kultische Nutzung. Feuerstellen aus dem späteren Zeitabschnitt des Gravettien deuten auf eine Nutzung der Höhle vor allem im Frühjahr hin.

Meine Interpretation lässt sich durch viele kulturhistorische Vergleiche weiter verifizieren. Punktreihen, mehr oder weniger parallel gemalt, sind nicht auf die Höhlen Süddeutschlands beschränkt. An den Wänden der Cueva de El Castillo/Nordspanien beispielsweise sind die Reihen nicht gedoppelt, und im Zusammenhang mit den ebenfalls abgebildeten Gitterstrukturen, könnte es sich um die Darstellung des Río Pas, der unterhalb der Höhle fließt und der auch die Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) und andere Amphibienarten beherbergt, handeln, sowie um Reusen für den Fischfang. Bei den in der Höhle ebenfalls gefundenen Handabdrücken handelt es sich um die ältesten Malereien Europas (40.000 Jahre), die global gesehen nur von bemalten Eierschalen aus Afrika (70 - 100.000 Jahre alt) übertroffen werden. 

Ein eigenartig geformtes Elfenbeinamulett stammt aus der Höhle Brynzeny I an einem Nebenfluss des Pruth (Briceni / Moldavien, frühestes Jungpaläolithikum), das bis heute nicht zufriedenstellend interpretiert ist. Vorgeschlagen wurde ein Fisch, wogegen jedoch spricht, dass die vermeintliche Flosse (oder „Schaufelblatt“) dann um 90° verdreht und damit falsch angebracht wäre. Der Prähistoriker Prof. Gerhard Bosinski (1982, S. 19) vermutete bereits, dass sich die Öse möglicherweise nicht am Kopf, sondern am hinteren Ende befindet, wie auch bei Pferde- und Mammut-Amuletten ähnlicher Zeitstellung, bei denen das Hinterteil durchbohrt ist und der Kopf daher nach unten hängt. In diesem Sinne und mit den neuen Erkenntnissen über die Punktreihen, die auch hier zu sehen sind, lässt sich das Objekt meiner Ansicht nach nun viel schlüssiger als Kaulquappe interpretieren.

Auch in Frankreich, beispielsweise in der südfranzösischen Höhle Mas d’Azil, wurden mit Punkten bemalte Kieselsteine (Azilien, ca. 14.300 bis 11.600 Jahre v.h.) gefunden. Diese Höhle, die seit dem Aurignacien aufgesucht wurde, wird von dem Fluss Arize durchflossen. Gefunden wurden auch Harpunen, eine weibliche Statuette und eine Schädeldeponierung auf einem Podest. Die Höhle wird heute auch von einer Autostraße durchquert. Ob eines Tages auch eine Straße durch den Petersdom führt? Auch wenn daneben immer wieder Mammut-, Pferde- oder Rentierdarstellungen vorkommen, ist in den Höhlen eine nicht von der Hand zu weisende Kontinuität der Heiligung des Wassers und seiner Bewohner zu beobachten, auffällig häufig in Kombination mit dem Löwen. Aber Wassertiere und Katzenartige, die doch dafür bekannt sind, besonders wasserscheu zu sein, scheinen nichts gemeinsam zu haben. In der Kulturgeschichte tauchen Frosch und Löwe jedoch nicht nur häufig, sondern auch in gemeinsamen Kontexten auf.

Kröten in der Höhle der Löwin
Der Löwe wird interessanterweise in den Märchen als Höhlentier vorgestellt, obwohl er ein Savannentier ist. Die Erinnerung an den vor 12.000 Jahren ausgestorbenen Höhlenlöwen, der damals wahrscheinlich auch nur sporadisch Höhlen aufsuchte, ist offenbar tief verwurzelt. In dem Märchen „Der Frosch und der Löwe“ beispielsweise, welches noch in der ersten Ausgabe der „Grimms Märchen“ abgedruckt war, ist der matrilineare Geist der vorpatriarchalen Zeit noch spürbar. Es geht um eine junge Frau und ihren Bruder, die getrennt werden und durch die Hilfe von Frosch und Löwe wieder zusammenfinden. Der Löwe, der in einer Höhle wohnt und dem sie den Kopf abschlagen muss, ist ihr verzauberter Bruder. Die Assoziation zu den Drachenlegenden drängt sich hier auf, sie stammen jedoch aus einer späteren Kulturschicht, in der der Stoff weiter verarbeitet wurde. Es ist wahrscheinlich, dass aus den Perlenschnüren irgendwann die goldenen Kugeln und die Schätze wurden, die der Sage nach in Brunnen und Höhlen von Kröten, Fröschen und Drachen bewacht wurden.
 
Über ägyptische Siegelstempel berichtet der Ägyptologe André Wiese: „Löwen-Stempel gehören neben den Frosch-Stempeln zu den häufigsten zoomorphen Formen, die eine ganze Tierfigur auf der Oberseite wiedergeben. (...) Die Löwen-Stempel sind ausgesprochen langlebig. Bis ins frühe Mittlere Reich hinein sind sie bezeugt und gehen wie die Frosch-Stempel praktisch nahtlos in Löwen-Skaraboide über. (...) Richtige Winzlinge sind Versionen mit den Massen 10x5x6 mm. Die Figur auf der Oberseite ist kaum mehr als Löwe erkennbar. (...) Als Basismotive zeigen sie den dege­nerierten Figurenstil, zumeist Kinderfiguren, und in der späten Ersten Zwischenzeit verschlungene Labyrinthmuster“ (Wiese 1997, S. 65). Auch das Labyrinth steht in Zusammenhang mit der Frau und ihrer Schöpferkraft, dies auszuführen, sprengt hier allerdings den Rahmen.
 
Die ägyptische Löwengöttin Sachmet gilt als die dunkle Seite ihrer Schwester, der Katzengöttin Bastet. Sie ist die Mutter des Gottes der blauen Lotosblüte Nefertem. Bekanntermaßen ist der Lotos eine Seerose, die Wasserlilie. Der Sonnengott Ra soll auf einer Lotosblüte geboren sein. Der Lotos steht für den weiblichen Schoß, wie noch später im Buddhismus, wo das Mantra „Om mani padme hum“ auf Steine gemalt wird (sansk. padma = Lotos, padmā = Frau). Die Froschgöttin Heket (vgl. mit der griechischen Hekate!) gehört wie die Nilgöttin zu den ältesten Gottheiten Ägyptens und steht für das Leben, die Geburt und die Fruchtbarkeit des Landes.
 
Kröten-Symbolik
Auch in unserem Kulturkreis steht der Frosch bzw. die Kröte für die Gebärmutter, aber auch die Höhle als Bauch von Mutter Erde gehört zu dieser Metaphorik, die weltweit zu finden ist. In Bad Harzburg befindet sich der Krodoaltar, der nach einem sächsischen Pseudogott Krodo (für Kröte) benannt ist, welcher ein Fruchtbarkeitsgott gewesen sein soll. Verziert ist der Altar mit einem Perlenmotiv. Möglicherweise nicht erst in christlicher Zeit in den Dienst eines männlichen Schöpfergottes gestellt, haben wir hier die Symbolik einer Krötengöttin vor uns. Eine sächsische Krötengöttin ist offenbar Nethe, die uns lediglich über unseren Wortschatz überliefert ist (die Worte nett, niedlich, nieder, Netz und benetzen sind etymologisch verwandt) sowie in zahlreichen Fluss- und Ortsnamen. „Netze“ ist ein volkstümlicher Name für die Kröte, die in anderen Regionen auch anders genannt wird (vgl. z. B. Padde/Paderborn, Mummel/Mummelsee).
 
Bei Nettersheim an der Urft beispielsweise finden wir drei Höhlen, darunter die Acherlochhöhle, in der Zwerge einen Schatz gehortet haben sollen, weiter eine sagenumwobene Quelle, der „Eschepütz“, sowie ein keltisch- römisches Matronenheiligtum. In Neuenheerse (ahd. Ny-gen-herse, germ. ny bedeutet „die Zeit der werdenden Fülle des Mondes“) befindet sich die Quelle eines Flusses namens Nethe, die ein heidnisches Heiligtum gewesen ist, und in deren unmittelbarer Nähe im 9. Jahrhundert ein christliches Damenstift gegründet wurde, welches beim Kampf gegen den Glauben der Sachsen eine zentrale Rolle spielte. In der Krypta wurden ein Brunnen und eine Kultgrabkammer entdeckt. Das Motiv der Höhle als Grabkammer und Ort der Wiedergeburt, das in der Krypta unschwer zu erkennen ist, gehört untrennbar zur Ostergeschichte und dem Osterfest am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond, wo wir dem Ei in Form des Hühnereis wieder begegnen. Vielleicht war die Krötenwanderung einst das Vorbild für religiöse Prozessionen.

Die Befunde, die einen sakralen Bezug zum Wasser herzustellen vermögen, bestärken auch meine Überzeugung, dass die Eiszeitmenschen der entsprechenden Zeitabschnitte eher keine „Jäger“ waren, wie es oft zu lesen ist, sondern Sammler und Fischer, die auch jagten. Die Eiweißversorgung war durch tägliches Fischen viel zuverlässiger gesichert als durch das Jagen von Großwild. Fischen und Muschelsammeln sind Tätigkeiten, die bei rezenten Wildbeuter-gruppen häufig von Frauen ausgeführt werden. Das Sammeln von Pflanzen wird sogar fast ausschließlich von Frauen erledigt, so dass sie es sind, die den „Löwenanteil“ der Nahrung beschaffen.

Beim Krötenkult ging es nicht - wie später in patriarchaler Zeit - um die Fruchtbarkeit der Frau, die möglichst viele Kinder zu gebären hatte, sondern um die Schöpferkraft der Urmutter, die dafür sorgte, dass es Frühling wurde.
 
GU
 
Gabriele Uhlmann ist Patriarchatsforscherin, Autorin, Webdesignerin und Mutter von zwei Kindern und lebt in Braunschweig. Sie hat an Ausgrabungen in Deutschland teilgenommen und befasst sich seit vielen Jahren umfangreich mit der neolithischen Grabungsstätte Çatal Höyük in Anatolien. Das Buch von Gabriele Uhlmann "Archäologie und Macht – Zur Instrumentalisierung der Ur- und Frühgeschichte" ist bei Books on Demand erschienen (ISBN 978-3-84481-420-0). Weitere Informationen finden Sie unter www.gabriele-uhlmann.de
 
Literatur
Archäologie in Deutschland 1/2012, S. 5: Höhlenmalerei. Rote Punkte im Magdalenien.
Blaffer Hrdy, Sarah: Mütter und andere. Berlin 2010
Bosinski, Gerhard: Die Kunst der Eiszeit in Deutschland und in der Schweiz. Bonn 1982
Brock, William H.: Viewegs Geschichte der Chemie. Springer 1997
Conard, Nicholas J.; Floss, Harald: Ein bemalter Stein vom Hohle Fels bei Schelklingen und die Frage nach paläolithischer Höhlenkunst in Mitteleuropa. In: Archäologisches Korrespondenzblatt 29, 1999. S. 307
Eiszeit – Kunst und Kultur. Katalog zur großen Landesausstellung BW, Stuttgart 2009 (Mit roten Punktreihen bemaltes Geröll, Kleine Scheuer, Abbildung Seite 313 oben)
Gimbutas, Marija: Die Zivilisation der Göttin, Frankfurt a.M. 1996 (am. Originalausg. 1991)
Junker, Thomas: Geschichte der Biologie. München 2004
Kolle, W.; von Wassermann, A. Hrsg. unter Mitwirkung von R. Abel [et al.]: Handbuch der pathogenen Mikroorganismen. Jena 1912
Wiese, Andre: Die Anfänge der ägyptischen Stempelsiegel-Amulette. Eine typologische und religionsgeschichtliche Untersuchung zu den ’Knopfsiegeln’ und verwandten Objekten der 6. bis frühen 12. Dynastie. Freiburg/Schweiz und Göttingen 1996
 
Weblinks
http://de.wikisource.org/wiki/Der_L%C3%B6we_und_der_Frosch (Brüder Grimm 1815, Nr. 43 an Stelle 129 (KHM 129a), nacherzählt von Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Jordis geb. Brentano (1787-1854) aus der Erinnerung an die Erzählung ihrer Mutter Maximiliane Brentano-Laroche, ca. aus dem Jahre 1792)
Abbildungen
Bild 1: GabrielBuissart (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABufo_bufo2.jpg
Bild 2: Gabriele Uhlmann
Bild 3: Heinrich_Rudolf_Schinz10.jpg: Heinrich Rudolf Schinz (1777-1861), lithographer Karl Joseph Brodtmann (1787-1862) derivative work: B kimmel (Heinrich_Rudolf_Schinz10.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHeinrich_Rudolf_Schinz10_cutted.jpg
Bild 4 und 5: Gabriele Uhlmann 
Bild 6: Mit freundlicher Genehmigung der Universität Tübingen
Bild 7: Aus: Bosinski, Gerhard: Die Kunst der Eiszeit in Deutschland und in der Schweiz. Bonn 1982. Abb. 3, Tafel 87. Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Dr. Bosinski
Bild 8 und 9: Mit freundlicher Genehmigung der Universität Tübingen
Bild 10: Gabriele Uhlmann
Bild 11: Aus: Bosinski, Gerhard: Die Kunst der Eiszeit in Deutschland und in der Schweiz. Bonn 1982. Tafel 90. Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Dr. Bosinski
Bild 12a: Aus: Bosinski, Gerhard: Die Kunst der Eiszeit in Deutschland und in der Schweiz. Bonn 1982, Abb. 5, Seite 18. Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Dr. Bosinski
Bild 12b: böhringer friedrich (Own work) [CC-BY-SA-2.5 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5 ], via Wikimedia Commons http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AKaulquappen_Tadpole_2.JPG
Bild 12c: Didier Descouens (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Bild 13: Klaus D. Peter, Wiehl, Germany (Own work) [CC-BY-2.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMatronae2.jpg
Bild 14: Piet Spaans (Own work) [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AEggsBufoBufoRanaTemporaria.JPG