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Münchner Sommernachtstraum

Für den Sommernachtstraum erstrahlte am 24. Juli 2010 zum sechsten Mal der Münchner Olympiapark schöner als an Silvester.
 
Ab 17 Uhr strömten die Besucher auf das Open-Air-Gelände. Auf dem Coubertin Platz zwischen den imposanten Stadien teilten sich die Fans. Die einen warteten im Theatron vor der Seebühne auf Rainhard Fendrich, die anderen strebten dem Olypmpia-Fussballstadion zu, in dem nach der Newcomerband Liza23 gegen 20 Uhr die angesagte Berliner Band Culcha Candela erwartet wurde. Den sieben Berlinern gelang mit „Hamma!“ der Durchbruch.     
 
Trotz launigem Wetter konnten wir hier schön trocken unter dem Stadion-Dach ein tolles und ausgelassenes Konzert mit erleben. Etwa 10.000 Zuschauer jeglicher Couleur warteten geduldig bis kurz nach acht, bis sich die schwarz gekleideten Berliner Jungs endlich auf der Bühne zeigten.
 
Unsere Jugendlichen tauchten natürlich ganz vorne in der fünften Reihe in die gleichaltrige Menge ein. Weiter hinten hatten die Familien mit jüngeren Kindern und die etwas reiferen Fans Platz für dezentere Hüftschwünge zu den „coolen Moves“ der Boyband. Culcha Candela riss wirklich alle mit. Die jungen Fans gaben sportlich und stimmlich vollen Einsatz: Arme in die Höhe, mit Tüchern winken, hüpfen und die rechte gegen die linke Publikumshälfte anschreien. Derart animiert  kreischte am Schluss fast jeder „Monster, Monster …“ mit. Auch die Band, begeistert von„so vielen Bayern auf einmal“, hatte mit den partyfreudigen Münchnern einen Mordspaß und gab so ausdauernd Zugaben, dass wir zuletzt in Eile waren, um rechtzeitig zum Feuerwerk am See zu kommen.
 
Irgendwo im Dunkeln müssen ein paar Regenmacher unterwegs gewesen sein, denn just kurz nach 22 Uhr öffnete der Himmel all sein Schleusen gleichzeitig. Unbeirrt davon zückte die Menge Regenschirme und ließ sich die Laune nicht verderben. Ebenso unbeirrt startete die italienische Pyrotechniker-Familie „Parente Fireworks“ pünktlich das 35minütige Megafeuerwerk. Der Olympiapark machte erst das Licht aus und nach einem spannungsgeladenen Countdown ging es los. 13.700 Einzelzündungen erleuchteten den Regenvorhang. Musikalisch untermalt wurde das grandiose Spektakel am Himmel von ebenso fulminanten Klängen. Queen mit „We are the Champions“ zu goldenen Lichtkaskaden ist ein Hochgenuss mit Gänsehauteffekt. 
 
Fast punktgenau nach dem krönenden Finale der Feuerwerksshow hörte es auf zu schütten. Die Gelegenheit, durch Knöchel hohes Wasser zur Crepe-Bude zu waten und uns noch ein heißes Crepe mit Zucker und Zimt zu gönnen.
 
Am Ende saßen wir mit durchnässten Kleidern fast eine dreiviertel Stunde in der defekten Münchner U-Bahn fest. Aber das ist eine andere Geschichte.
 
Spät nach Mitternacht waren wir endlich zu Hause und freuten uns schon aufs nächste Mal. Wer seine Tickets für den Sommernachtstraum 2011 rechtzeitig kauft, bekommt einen Euro Ermäßigung. Na ja. Aber vielleicht können wir uns im kommenden Sommer ja ein Eis davon kaufen.
 
Informationen finden Sie unter www.sommernachtstraum-muenchen.de
 
UF
 
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung PRO EVENTS Veranstaltungs GmbH
Credits: Culcha Candela: Olaf Heine; Feuerwerk: Christian Rudnik

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