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Mehr Wünsche

Kürzlich lernte ich eine wohltuende Übung im Wünschen kennen. Die Essenz daraus möchte ich gerne mit Ihnen teilen. 

Mütter neigen eher dazu, ihre Bedürfnisse zurückzustellen. Um für ihre Kinder gut sorgen zu können, nehmen sie oft sogar in Kauf, selbst arm zu bleiben.  
 
Dafür gilt ihnen Dank und Anerkennung. Nichts ist wichtiger, als genügend Zeit für die Kinder zu haben. Ruhe und In-sich-ruhen sind für Mutter und Kind wesentlich, um ihre Gefühlsbindung zu leben.
 
Ohne Zeit und Ruhe findet die Mutter nicht in ihre Intuition, aus der heraus sie erspürt, was ihr Kind braucht. Auch das Kind braucht ein ausgeglichenes, zuverlässiges Umfeld, in dem es Gefühle entwickeln, entdecken und verarbeiten kann.
 
Mitgefühl und Kommunikation sind Hauptfaktoren der sozialen Kompetenz, die sich nur in einem familiären Klima der gegenseitigen Verbundenheit erlernen lassen. Mütter, die sich nicht in der politisch korrekten Zerreißprobe viel zuviel Arbeit auf die Schultern laden, tun sich und ihren Kindern einen großen Gefallen.
 
Kinder, die so gut gedeihen dürfen, werden später zu keinen Problemfällen der Gesellschaft, sondern erweisen der Welt mit ihren kreativen Beiträgen einen großen Dienst. 
 
Dass das so ist, betonen auch Kinderpsychologen. Doch nirgends wird dabei erwähnt, welchen Preis Mütter aktuell dafür bezahlen. Damit müssen sie dann auch noch alleine fertig werden.
 
Mütter können nicht darauf warten, bis ein Umdenken statt findet. Besser ist es, sich jetzt gegenseitig zu stärken. Eine weibliche Kraftquelle, an der wir auftanken, können ist das Träumen, das „Ideen spinnen“ oder das Wünschen.
 
Schnell macht sich gute Laune breit, wenn wir Wünsche zulassen und aussprechen.
 
Vielleicht machen Sie diese Übung einmal mit einer Freundin: Sprechen Sie Ihre Wünsche aus, ohne sie zu kommentieren. Auch die Freundin hört nur zu. Danach fragt sie: „Wie fühlt es sich an, wenn deine Wünsche erfüllt sind?“ Spüren Sie die Freude, das Glück, die Zufriedenheit oder Erlösung und genießen sie die Entspannung und die angenehmen Gefühle, die dabei auftauchen.  
Die eigenen Wünsche zu entdecken und sich die Erlaubnis zum Wünschen zu geben, ist ein wichtiger Schritt zu uns selbst. Wir brauchen nicht „erst die Welt retten“, und uns selbst hinten an stellen.
 
Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die Welt braucht starke, gesunde Mütter, die ihre mütterliche Kompetenz darin frei entfalten können. Dann können sie umgekehrt auch die „Mütter von Mutter Erde“ sein.
 
Mein neuer Mütter-Wunsch ist, „Mutter“ wie einen akademischen Titel zu verwenden.
 
Er entstand aus einer interessanten Beobachtung: Frauen geben viel weisere Antworten im Interview, sobald sie auf ihr Muttersein angesprochen werden.
UF
 
Fotos: CF 

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