Die erfahrene Feng Shui – Beraterin Birgit Gerda Lechner schilderte in unserer letzten Mütterblitz-Ausgabe, wie wir die Außenwelt als Spiegel für unser Inneres nutzen können. Lesen Sie jetzt, wie uns „Inneres als Spiegel für außen“ dient und wir damit mehr inneren und äußeren Frieden erlangen.
Aus der chinesischen Lehre des Feng Shui wissen wir, dass Veränderungen der Umgebung für innere Veränderungen benutzt werden können. Innere Veränderungen wirken wiederum nach außen.Besonders die Angewohnheiten unserer Mitmenschen, die uns stören, sind gleichzeitig auch ein Spiegel für uns selbst.
Wozu nützt „Spiegeln“
Unsere eigenen Verhaltensweisen können wir oft schwer erkennen. Ein Beispiel: Wenn uns eine neugierige oder überordentliche Nachbarin nervt, werden wir durch sie auf unsere eigene Neugier oder unseren Perfektionismus aufmerksam. Wir können erkennen, dass dieses Verhalten manchmal nervig sein kann.
Wie gehen wir damit um
Zunächst sehen wir uns die Situation an und finden heraus, was genau uns am anderen stört.
Am besten schreiben wir auf, was wir dem „Störenfried“ sagen würden. Zum Beispiel: „Du bist neugierig“ oder „übertrieben genau“. Dann kann die Frage hilfreich sein, was einen Menschen veranlassen könnte, sich so zu verhalten.
Dann ersetzten wir das „Du“ durch ein „Ich“. Alternativ können wir uns fragen: „In welcher Situation würde ich mich so verhalten?“
Die Antworten zeigen, dass wir uns unter bestimmten Umständen so verhalten. Vielleicht bin ich übergenau im Beruf, wenn es um die Erledigung bestimmter Arbeiten geht.
Mit sich selbst einverstanden sein

Mit einer modernen Fassung des alten hawaiianischen „Ho’oponopono“-Rituals können wir diese Eigenschaft annehmen und integrieren. „Ho’oponopono bedeutet soviel wie „etwas richtig stellen”.
Schritt 1: „Ich nehme meine Übergenauigkeit vollständig an.“
Schritt 2: „Ich danke für meinen Sinn für Perfektion.“
Schritt 3: „Ich verzeihe (mir) meinen Perfektionismus und allen, die daran beteiligt sind und waren. Ich segne uns alle mit Liebe.“ Hier können wir wählen zwischen „Ich verzeihe mir meine Eigenschaft“ oder „Ich verzeihe diese Eigenschaft“, je nachdem, was sich besser anfühlt.
Schritt 4: „Ich liebe meine Genauigkeit.“
Schritt 5: „Ich nehme meine Übergenauigkeit nun vollkommen in mein Herz. Ho’oponopono möge sie dort in Freude und/oder Liebe oder/und Frieden heilen.“
Positive Wirkung im Außen

Wenn wir unsere bisher wenig oder nicht akzeptierten Angewohnheiten oder Eigenschaften erkannt und angenommen haben, brauchen wir die „Spiegel“ im Außen nicht mehr. Sie verschwinden von ganz allein.
Es kann sein, dass die Nachbarin nun putzt, wenn wir nicht da sind. Oder sie findet jemand anderen zum Meckern.
Warum der andere so ist, ist nicht unsere Sache, aber wir können unsere Resonanz auf sein Verhalten mit Ho’oponopono heilen.
Wenn wir im Inneren mit uns in Einklang sind, reagieren wir im Außen oft viel gelassener und werden weniger mit nervigen und ärgerlichen Situationen konfrontiert.
Probieren Sie es selbst aus!
BL/UF
Fotos: Portrait mit freundlicher Genehmigung von Birgit G. Lechner; Katze: CG
Weitere Informationen über diese oder ähnliche Methoden und zur Vortragsreihe „Spiritualität in Alltag und Beruf“ ab September finden Sie unter
www.energeteca.de