Den brandneuen Film haben sich die Freundinnen Melanie, Selma, Daniela und Lisa*, 13 und 14 Jahre alt, zusammen angesehen.
Melanie gibt folgende Filmbewertung ab:
"Das Drehbuch basiert auf dem Erfolgsroman „Vorstadtkrokodile“ von Max von der Grün, den wir schon aus der Grundschule kennen. Hier wird eine spannende Kriminalgeschichte mit ernsten Themen wie der Ausgrenzung von Behinderten und Ausländern kombiniert.
Im Mittelpunkt steht eine Kinderbande, die aus lauter Außenseitern besteht. Ein Mädchen namens Maria gehört dazu. Sie sind alle um die zehn Jahre alt und nennen sich die „Krokodile“ – die coolste Jugendbande der Stadt.
Hannes ist neu in der tristen Vorstadtsiedlung, wo er mit seiner noch sehr jungen Mutter lebt. Sie arbeitet viel und paukt in der Freizeit für die Prüfung ihres Fernstudiums, damit sie es bald besser haben und auch einmal in den Urlaub fahren können.
Hannes ist ihr eine große Hilfe, was ihn sehr sympathisch macht. Er hat noch keine Freunde und möchte gerne bei den Krokodilen aufgenommen werden. Die Bedingung dafür ist, dass er eine Mutprobe besteht.
So beginnt der Film auf dem baufälligen Dach einer alten Ziegelei in Dortmund mit einer Szene, in der einem aus Angst um Hannes fast das Herz stehen bleibt.
Schließlich ergattert Hannes das begehrte Krokodil-Abzeichen und wird mit blauen Flecken, aber mächtig stolz, im roten Feuerwehrauto nach Hause gebracht.
Seine Rettung verdankt er einem Unbekannten – Kai, der im Rollstuhl sitzt und meist alleine zu Hause mit seiner übermäßig um ihn besorgten Mutter ist. Kai ist im stolzen Besitz eines astronomietauglichen Fernrohrs und sieht das Unglück auf dem Dach kommen. Sein Notruf kommt gerade noch rechtzeitig.
Hannes besucht Kai, um sich bei ihm zu bedanken. Eigentlich sind sich die beiden auf Anhieb sympathisch. Hannes möchte Kai in die Bande aufnehmen, aber die Mehrheit stimmt dagegen. Wie sollen sie den „Spasti“ mit in ihr Bandenquartier hoch auf einem Baum nehmen. Sie haben noch keine Ahnung, dass Kai längst beschlossen hat, sich von seiner Querschnittslähmung nicht unterkriegen lässt.
Ein Zufall bringt eine neue Chance für Kai. Er beobachtet einen Einbruch in den kleinen Laden von Hannes Mutter und sieht durchs Fernrohr, wohin die Einbrecher ihre Beute bringen – in die alte Ziegelei. Unter der Bedingung, dass er in die Bande aufgenommen wird, will er Hannes von seiner Beobachtung erzählen. Hannes könnte seiner Mutter mit der ausgesetzten Belohnung für die Ergreifung der Einbrecher helfen.
Die Polizei nimmt die Anzeige der Krokodile nicht ernst. Deshalb beschließen sie, sich selbst auf die Jagd nach den Einbrechern zu machen.
Die vielen Actionszenen machen den jugendlichen ZuschauerInnen viel Spaß. Ihnen stockt so manches Mal der Atem. Stimmung macht auch die coole Filmmusik. Echt witzig sind die Sprüche von Jorgos, dem Griechen.
Der Film zeigt auch viel von den alltäglichen Schwierigkeiten von Kai, der sein Leben im Rollstuhl verbringen muss. Seine Situation macht nachdenklich und die Einstellung von Kai zeigt, dass sich mit einer positiven Einstellung viele Probleme meistern lassen."
Weltpremiere in Köln
Bei der Weltpremiere des Film im Kölner Cinedome am 21. März 2009 standen Marie, Ines, Susanne und Simon* (10, 11 und 13 Jahre alt) am roten Teppich und konnten die acht "Krokodile" live erleben. Auch die erwachsenen Darsteller kamen ganz nah vorbei. Marie und Ines erkannten Axel Stein und Ralf Richter auf Anhieb und schoben sich beherzt nach vorne, um Autogramme von den beiden zu ergattern. Mit Erfolg!
Neben den Produzenten und dem Regisseur fiel ihnen unter den prominenten Gästen auch Jenny Elvers-Elbertzhagen ins Auge. „Echt cool“ fanden sie es, die Bands „Killerpilze“ und „Apollo 3“ zu sehen.
Die anschließende Filmvorführung erwarteten sie nach der Bekanntschaft mit den sympathischen Stars voller Spannung und wurden nicht enttäuscht. „Wir fanden den Film klasse“, waren sich alle einig.

Von den begleitenden Müttern haben wir ebenso positive Rückmeldungen erhalten:
Auch die erwachsenen Zuschauer werden die spannenden zwischenmenschlichen Geschichten und die erstaunlich grüne Ruhrpott-Atmosphäre in einer romantisch verfallenen Ziegelei genießen!
(*Namen von der Redaktion geändert.)
UF
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung: Constantin Film Verleih