Die ersten Schritte – von der Schule zum Beruf
Der Schulabschluss ist greifbar nahe oder bereits in der Tasche. Aber wie soll es weiter gehen? Welchen Beruf will ich ergreifen? Welchen Beruf kann ich ergreifen? Welches Studium oder welche Ausbildung passt zu mir? Marion Schaake hat jahrelang in der Wirtschaft über alle Branchen und Bereiche hinweg als Personalberaterin und Headhunterin zahlreiche Erfahrungen und fundiertes Wissen gesammelt und sich mit ihrer Münchner Berufsberatung Schaake & Friends auf genau diese Fragestellungen spezialisiert. Sie erklärt, warum die rechtzeitige Berufsberatung viele Vorteile bringt.
Die Entscheidung für den zukünftigen Beruf ist von zentraler Bedeutung für das weitere Leben. Und doch wird sie in vielen Fällen unvorbereitet getroffen.Mangelnde Informationsmöglichkeiten, das unüberschaubare Angebot, Freunde und Medien beeinflussen oft die Entscheidung, ohne dass Jugendliche sich selbst intensiv mit den Inhalten ihrer Ausbildung befassen oder sich über berufliche Perspektiven informieren. Unangenehme Überraschungen während der Ausbildung sind dann keine Seltenheit. Schlimmer noch, wenn die Studienwahl oder Ausbildungswahl nur aufgrund vermeintlich guter Karrierechancen getroffen wird. An Deutschlands Hochschulen gibt es unzählige Studierende, die sich durch ihr Studium quälen - nicht zuletzt, weil sie sich ihrer eigentlichen Interessen nicht bewusst sind. Eine qualifizierte Berufsberatung bietet hier eine unabhängige, objektive Orientierungshilfe für junge Menschen, die die schwere Entscheidung über ihr späteres Arbeitsleben nicht allein treffen können oder nicht leichtfertig treffen wollen.
Im Dschungel der Möglichkeiten
Ganz ehrlich: Welche Schüler und Eltern finden in ihrem Alltag noch die Zeit, sich intensiv mit den fast 400 deutschen Hochschulen, ihren mehr als 10-tausend Studiengängen und den damit verbundenen Entwicklungen zu befassen? Das Ergebnis einer nicht wirklich durchdachten Studienwahl lässt sich an einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ablesen: Etwa ein Fünftel der Studierenden bricht das Studium wieder ab, 18 Prozent aller Abbrecher identifizieren sich nicht (mehr) mit ihrem Studienfach und den sich daraus ergebenden beruflichen Möglichkeiten. Aus ihrer Sicht haben sich ihre Vorstellungen vom gewählten Studiengang nicht bestätigt; sie haben sich mit falschen Erwartungen immatrikuliert.
Den noch viel jüngeren Haupt- und Realschulabgängern kann man bei einem Angebot von mehr als 6.000 Ausbildungsberufen (von denen „nur“ knapp 350 staatlich geregelt sind) erst recht keinen Vorwurf machen, wenn sie sich auf Klassiker wie Bürokauffrau und Kfz-Mechatroniker stürzen und ihre vielfältigen anderen Möglichkeiten dabei schlicht übersehen.
Seien Sie auch selbstkritisch
Sie als Eltern kennen Ihr Kind sein ganzes Leben lang und haben immer gewusst, was das Richtige für Ihren Sohn oder Ihre Tochter ist, denn Sie mussten im Grunde immer Entscheidungen für Ihr Kind fällen. Umso schwerere ist es für viele Mütter und Väter zu akzeptieren, dass sie bei der Berufswahl ihrer Kinder aus vielerlei Gründen häufig die am wenigsten geeigneten Berater sind. Es ist immer eine Gratwanderung, wenn Eltern ihre eigenen beruflichen Erfahrungen auf ihre Kinder übertragen oder gar versuchen, den Nachwuchs in eine bestimme Richtung zu drängen.
Und selbst, wenn Sie sich als Eltern weitgehend zurück halten und Unterstützung für jedwede Entscheidung von Sohn oder Tochter signalisieren: Eltern sind für ihre Kinder immer positive oder auch negative Vorbilder, vermitteln ein bestimmtes Rollenbild oder beeinflussen auf andere subtile Weise unfreiwillig die Berufswahl des Kindes. Nach einer fundierten Berufsberatung gehen die jungen Leute jedoch mit maßgeschneiderten Lösungen nach Hause: In ganztägigen Einzelgesprächen und zum Teil selbst entwickelten Tests werden die Fähigkeiten und Neigungen der jungen Kunden ganz genau analysiert. Anschließend erhalten sie nach einigen Tagen der Auswertung ein persönliches Profil mit konkreten Vorschlägen zu Studiengängen und Hochschulen bzw. zu Ausbildungsgängen.
Es kommt übrigens gar nicht so selten vor, dass Eltern die Talente und Fähigkeiten ihrer Kinder bereits richtig erkannt haben - die große Kunst ist jedoch, aus der Vielzahl an Informationen die richtigen Schlüsse zu ziehen und den Bogen für die passenden Studiengänge oder Ausbildungen zu schlagen. Auch den Eltern kann die Berufsberatung für ihre Tochter oder ihren Sohn also viel Mühe bei der Auswahl ersparen.
MS
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Marion Schaake
UF
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