Hund oder Katze - das ist die Frage
Welches Haustier passt zu mir? Was muss ich vor der Anschaffung eines Haustieres berücksichtigten? Können Hunde und Katze gemeinsam im Haushalt leben?
Wer sich ein Haustier nach Hause holt, bereichert sein Leben, so heißt es. Doch welches Haustier passt wirklich zur Familie?
Ein Schmusetiger mit starker Persönlichkeit
 Grundsätzlich haben die Stubentiger bei der Wahl des passenden Hausgenossen die Nase vorn. Auf leisen Pfoten durchforsten sie ihr häusliches Revier. Sobald sie gestreichelt werden wollen, umgarnen sie schnurrend den Menschen. Setzen sich auf seinen Schoß oder aufs Sofa und wollen ausgiebig gestreichelt werden. Dann schmilzt die Katze bei dieser Liebesbezeugung dahin.
Jedoch sind Katzen auch recht eigenwillige Mitbewohner, die den Zweibeinern ihren Lebensrhythmus vorgeben. Wird der gestört, fahren sie ihre Krallen aus. Davor gibt’s als Warnung ein fürchterliches Fauchen. Dennoch ist es diese Eigenwilligkeit, die sie so sympathisch macht. Außerdem: Katzen lügen nicht!
 Wer sich für eine Katze entscheidet, sollte sie möglichst nicht alleine halten, wenn er ganztags berufstätig ist. Ein Mensch kann die Bedürfnisse einer Katze nicht ersetzen. Nur ein vierbeiniger Partner fördert das Sozialverhalten des Tieres. Am besten vertragen sich Katze und kastrierter Kater. Bei Katze und Katze oder Kater und Kater kommt es oft zu Rangeleien.
 Katzen sind absolute Freigänger; falls sie nicht an die Wohnung gewöhnt sind. Genüsslich durchstreifen sie die Natur und bringen als Leckerbissen schon mal die „erlegte Beute“ mit nach Hause. Selbstverständlich sehnen sich auch reine Wohnungskatzen nach einem Plätzchen an der frischen Luft. Wie wäre es mit einem katzensicheren Balkon?
Manche Leute führen ihre Katze spazieren. Aber: Ob’s ihr gefällt?
Ein guter Freund, der von Ihnen geführt werden will
 Viel Bewegung und frische Luft erleben Hundefreunde. Der treue Vierbeiner lechzt nach mehrmaligem Gassi gehen am Tag. Apropos: In vielen Orten dürfen die Hunde nicht mehr freilaufen und müssen trotz Leinenpflicht auch einen Maulkorb tragen. Zudem muss der zukünftige Besitzer die Hundesteuer entrichten.
Zu beachten ist gleichfalls: Ganztags Berufstätige sollten keinen Hund halten. Denn über einen langen Zeitraum will kein Hund in der Wohnung eingesperrt sein. Das ist nicht artgerecht. Im schlimmsten Fall wird das Tier zum Dauerbeller.
Ebenfalls ist beim Hund die Größe von Bedeutung. Je größer der treue Kamerad umso ablehnender reagiert die Umwelt, weil große Hunde fälschlich als „Kampfhunde“ bezeichnet werden. Dabei gibt es die Rasse „Kampfhund „nicht, das ist ein Kunstwort. Die Bullterrier gaben aufgrund ihres massigen Körpers und großen Kopfes dem Begriff seine negative Bedeutung. Dieser Hundetypus neigt, wenn er in falsche Hände gerät, eher zur Aggressivität, die den Hunden meist für eventuelle Hundekämpfe anerzogen wird.
 Generell gilt: Bei falscher Erziehung übernimmt der Hund, da er ein Rudeltier ist, einfach die Leitstellung. Der Mensch muss sich ihm dann als „rangniedrigeres Wesen“ unterordnen. Damit solch falsches Verhalten vermieden wird, ist es ratsam, sich beispielsweise einem Hundesportverein anzuschließen. Dort gibt es Fachleute, die sich mit dem Wesen der unterschiedlichsten Hunderassen auskennen. Sie können dem Hundebesitzer bei der Erziehung behilflich sein.
Der Hundehalter kann dort seinen „Hundeführerschein“ ablegen. Das Dokument bestätigt, dass der Besitzer in der Lage ist, seinen Hund in kritischen Situationen im Griff zu haben. Zugleich beweist es, dass das Tier eine einwandfreie Wesensart hat. Am besten ist es also, vor der Anschaffung eines Hundes die Spezialisten im Verein zu kontaktieren.
 Ob Hund oder Katze, wer sein zukünftiges Haustier nicht bei einem Züchter kaufen will, kann im Tierheim vorbeischauen. Dort kann man den Kameraden kennen lernen und sich mit ihm langsam anfreunden. Der großer Vorteil: Die Tierpfleger kennen das ausgewählte Tier mit all seinen Vorlieben und Schwächen. Sie unterstützen und können Hilfestellung geben, wo Sie einen guten Tierarzt oder einen guten Platz für das Tier finden, wenn Sie mal ohne es in Urlaub fahren wollen. Denn nicht immer sind Eltern, Freunde oder Bekannte bereit, den vierbeinigen Gefährten in ihre Obhut zu nehmen.
Für Unentschiedene: Das „Doppelpack“
Wenn Sie sich einen Hund und eine Katze zulegen, sollten es Jungtiere sein, die zusammen aufwachsen. Nur so entwickelt sich die Freundschaft zwischen den beiden, da die Tierarten in ihrem Verhalten sehr unterschiedlich sind.
CG
Fotos: Katzen: CG; Hunde: UF
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